Das wird Ihnen inhaltlich geboten

Die Verordnung über berufsbildende Schulen regelt die Aufnahmeprüfung, die Ausbildung und die Abschlussprüfungen. 

Mit dem Abschlusszeugnis wird die

Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung "Staatlich geprüfter Atem-, Sprech- und Stimmlehrer" / "Staatlich geprüfte Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin" erteilt.  

Kurzübersicht

  1. Allgemeines
  2. Medizinische Fächer
  3. Sprachbehindertenpädagogik
  4. Pädagogik
  5. Psychologie
  6. Berufs- und Rechtskunde
  7. Das Konzept Schlaffhorst-Andersen im fachpraktischen und im wissenschaftlichen Unterricht
  8. Methodisch/didaktische Fächer
  9. Musische Fächer
  10. Betriebspraktikum
  11. Abschlussprüfung
1. Allgemeines


Die Ausbildung gliedert sich in wissenschaftliche und fachpraktische Angebote.

Musische Fächer sind Klavierunterricht, Rhythmik, Stimmschulung, Chor u. a.

Die individuelle Förderung geschieht im Einzelunterricht und im Kleingruppen-Unterricht.

Hospitationen und angeleitete sowie selbstverantwortlich durchgeführte Therapie- und Unterrichtsversuche bereiten auf berufliche Handlungsfelder vor. 

Die Wahrnehmungsfähigkeit für sich und für Andere wird während der Ausbildung vielfältig geschult. Die intensive Körper-, Atem- und Stimmarbeit  unterstützt die Entwicklung individueller Therapeuten-Persönlichkeiten und legt den Grundstein für ein lebenslanges Lernen.

2. Medizinische Fächer


Als medizinische Grundlage für die Therapie von Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen der Stimm- oder der Atemfunktionen stehen die Fächer Anatomie, Physiologie, Pathologie, Phoniatrie und Pneumologie im Mittelpunkt der Ausbildung.

Darüber hinaus vermitteln wir Wissen und grundlegende Kompetenzen auf den sich ständig aktualisierenden Wissenschaftsgebieten der Neurowissenschaften, der HNO-Heilkunde, Audiologie und Pädaudiologie, der Immunologie und Allergologie, der Trainingslehre und Orthopädie, der Embryologie, Pädiatrie und Geriatrie sowie der Notfallmedizin.

Im Mittelpunkt steht grundsätzlich die Bedeutung dieser Fachgebiete für die an Atmung, Stimme, Sprache, Sprechen, Aufrichtung und Bewegung beteiligten Systeme.

Auszug aus den Lehrinhalten:

  • Funktionale Anatomie des Kehlkopfes, der Artikulationsorgane und des Hörorgans sowie deren Krankheiten wie Stimm-, Sprech- und Sprachstörungen, Schluckstörungen und Hörstörungen
  • Das Atemsystem: Steuerung der Atmung, funktionelle Anatomie der Atemwege, der Lunge und der Atemmuskulatur, Asthma bronchiale, chronische Bronchitis, Mukoviszidose u. a. Störungen und Krankheiten des Atemsystems
  • Funktionelle Anatomie des Bewegungssystems, Fehlhaltungen, Rückenschule nach Schlaffhorst-Andersen
  • Das Nervensystem: Funktionale Anatomie des Gehirns und des Rückenmarks sowie neurologische Krankheiten:

    • Steuerung der Sprache, des Sprechens und der Atmung sowie die neurologischen Störungen dieser Systeme
    • Steuerung der Motorik, Reflexe, motorisches Lernen, Lähmungen u. a. neurologische Störungen der Motorik
    • Steuerung  der Wahrnehmung, Steuerung der Emotionen und der Gefühle, Wahrnehmungsstörungen u. a. neurologische Störungen des sensorischen Systems
    • Lernen und Gedächtnis
    • Das vegetative Nervensystem, Stress, Leistungs- und Regenerationsfähigkeit
  • Zell- und Gewebelehre, Immunsystem, Infekte, Allergien, Autoimmunkrankheiten, Hygiene
  • Erste Hilfe - Sofortmaßnahmen im Praxisalltag

Schauen Sie doch hierzu auch mal in unser Videotagebuch: Vlog9 (ca. ab Minute 5:25) und Vlog22!

3. Sprach-behinderten-pädagogik


Hier werden die wissenschaftlichen Kenntnisse für den Umgang mit sprachauffälligen Kindern und Erwachsenen vermittelt. 

Auszug aus den Lehrinhalten: 

  • Sprachbehindertenpädagogische Grundlagen
  • Erscheinungsformen der verschiedenen Sprachauffälligkeiten
  • Spracherwerb
  • Sprachbehindertenpädagogische Förderdiagnostik
  • Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern (Aussprache, Grammatik, Wortbedeutung und Umgang mit Sprache)
  • Redeflussstörungen (Stottern und Poltern)
  • Störungen nach abgeschlossenem Spracherwerb (Aphasie, Dysarthrie, Sprechapraxie, Schluckstörungen
  • Beratung von Betroffenen und Angehörigen

Hierzu lohnt sich auch ein Blick in unser Videotagebuch: Vlog25!

4. Pädagogik


Die Inhalte bereiten theoretisch und praktisch auf die späteren therapeutischen und pädagogischen Handlungsfelder vor. 

Auszug aus den Lehrinhalten:

  • Aspekte vergleichender Erziehungswissenschaften
  • Sozialisation und Erziehungsprozesse
  • Lernen und Verhalten
  • Theorie der Sonderpädagogik
  • Behandlungs- und Unterrichtsorganisation und -planung
5. Psychologie


Ziel des Psychologieunterrichts ist es, ein Verständnis für das Erleben und Verhalten von Klienten und Patienten zu vermitteln und Möglichkeiten kennen zu lernen, darauf zu reagieren. 

Auszug aus den Lehrinhalten: 

Im 1. Semester:
Einführung in die Grundlagen der Psychologie, Auseinandersetzung mit den empirischen Aspekten der Psychologie; Menschenbild und Persönlichkeit

Im 2. und 3. Semester:
Auseinandersetzung mit Stabilitäten und Veränderungen im Lebenslauf, Entwicklungspsychologie der Lebensalter, Kindertherapie

Im 5. Semester:
Erlangung von Wissen und grundlegender Fertigkeiten in Bezug auf das Therapeut-Klient-Verhältnis / Lehrer-Schüler-Verhältnis einschließlich Gesprächsführungspraxis

Im 6. Semester:
Erlangung von Wissen über psychische Störungen und Auseinandersetzung mit deren Bedeutung für das Therapeut-Klient-Verhältnis / Lehrer-Schüler-Verhältnis

6. Berufs- und Rechtskunde


Auszug aus den Lehrinhalten:

  • Handlungsfelder von Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/-innen
  • berufspolitische Fragestellungen (Kassenanerkennung, Gesundheitsreform, Prävention, Akademisierung)
  • Rechte und Pflichten in unselbstständiger und selbstständiger Tätigkeit
  • Praxisgründung
  • Steuern und Versicherungen
  • Qualitätsmanagement
  • Grundlagen des Marketing
7. Das Konzept Schlaffhorst-Andersen im fachpraktischen und im wissenschaftlichen Unterricht


Das wissenschaftlich weitgehend erforschte Konzept Schlaffhorst-Andersen bildet die Wechselbeziehungen von Atmung, Stimme, Bewegung, Sprache und Sprechen ab.
Die verschiedenen Schwerpunkte von Sprache / Sprechen, Stimme und Bewegung werden an therapeutischen, pädagogischen und künstlerischen Handlungsfeldern orientiert. 

Auszug aus den Lehrinhalten:

a) Atem- und Sprachtherapie / Sprechschulung (Kleingruppen- und Einzelunterricht) 

  • Lernen des funktionsgerechten Atem- und Stimmverhaltens während des Sprechvorganges
  • Vermittlung von anatomischen und physiologischen Kenntnissen über die Funktion des Kehlkopfes und der Stimme
  • Phonetik und Lautanbahnung
  • Erüben von Stimmfunktionen
  • Stimmtraining
  • Intensivierung und Differenzierung des Hör-, Beobachtungs- und Beurteilungsvermögens bezüglich eigener und fremder stimmlicher Äußerungen
  • Korrektur ungünstiger und fehlerhafter Atemformen
  • physiologische und therapeutische Bedeutung der einzelnen Lautgruppen
  • Anleitung zum Umgang mit der Sprechstimme im Gespräch, in Rede und Rezitation
  • Gegenüberstellung und Erarbeitung verschiedener Methoden und Übungswege 

b) Atem- und Stimmtherapie /-schulung (Kleingruppen- und Einzelunterricht)

  • Aufbau, Erwerb und Anwendung von praktischen und theoretischen Kenntnissen im Umgang mit der Singstimme
  • Schulung des Gehörs, um Stimmfunktionen und Fehlfunktionen an sich selbst und bei anderen wahrzunehmen
  • Erfahrung der regenerativen Auswirkungen im Umgang mit der Singstimme
  • Erkennen und Pflege einer gesunden Phonation und Respiration
  • Übertragung des Gelernten in die Arbeit an Musikstücken.
    Regelmäßige interne Bühnenvorträge 
  • Erkennen von Fehlfunktionen im Bereich von Atmung und Stimme
  • Entwicklung von vielfältigen Übungswegen zur Wiederherstellung gestörter Stimmfunktionen
  • Vermittlung von physiologischen Kenntnissen über die Funktion des Kehlkopfes und der Singstimme

c) Atem- und Bewegungstherapie /-schulung (Kleingruppen- und Einzelunterricht)

Schulung des Körperbewusstseins in Bezug auf 

  • die Erarbeitung einer physiologischen Atemfunktion und Körperbewegung
  • die Koordinierung und Wechselbeziehung von Atmung und Bewegungsabläufen
  • die Erarbeitung von Grundbewegungs-Formen nach Schlaffhorst-Andersen
  • Haltungsaufbau unter besonderer Berücksichtigung der notwendigen Voraussetzungen für eine physiologisch richtige Stimmfunktion
  • Erlernen von differenzierten Übungswegen zum Abbau von Fehlfunktionen im Bereich Atmung und Bewegung

Einen schönen Eindruck vom Gesangsunterricht vermittelt übrigens unser Videotagebuch: Vlog8!

8. Methodisch/didaktische Fächer


Behandlungs- und Unterrichtsproben bereiten auf therapeutische und pädagogische Handlungsfelder vor. Sie werden intern und extern durchgeführt und beziehen die Arbeit mit Einzelnen und Gruppen ein.

  • Atem- und Sprachtherapie / Sprechschulung
  • Atem- und Stimmtherapie /-schulung
  • Atem- und Bewegungstherapie /-schulung
  • Chorische Stimmbildung
9. Musische Fächer


Das musische Profil soll den beruflichen Erfolg in allen Handlungsfeldern mit Kindern, Berufstätigen und Senioren vergrößern. 

a) Musiktheorie

  • theoretische Grundlagen für Liedbegleitung und freies Klavierspiel
  • Einblick in Musik-Epochen (stilistische Mittel/soziologische Hintergründe)
  • Gehörbildung 

b) Klavierspiel (Einzelunterricht)

  • Freies Klavierspiel zu verschiedenen Bewegungsabläufen
  • Begleitung der Singstimme
  • Literaturspiel

c) Rhythmik (Kleingruppenunterricht)

d) Chor / Chorische Stimmbildung

Hierzu lohnt sich auch ein Blick in unser Videotagebuch: Vlog5!

10. Betriebspraktikum


Das berufsfeldbezogene Betriebspraktikum dient der Anwendung der in der Ausbildung erworbenen Kenntnisse und dem Erwerb praktischer Fertigkeiten. 

Hier lernen die Schülerinnen und Schüler die unterschiedlichen Handlungsfelder von Atem-, Sprech- und Stimmlehrern/-lehrerinnen kennen. 

Das Praktikum wird im 4. Semester durchgeführt, dauert 6 Monate und besteht vor allem aus Therapie- und Unterrichtshospitationen sowie aus zum Teil supervidierten Therapie- und Unterrichtsversuchen der Schülerinnen und Schüler. 

Wahlweise können die Schülerinnen und Schüler das berufsbezogene Praktikum auch an einer berufsverwandten Institution, wie z. B. einem Sprachheil-Kindergarten, einer phoniatrischen Abteilung an einer Hals-, Nasen-, Ohren-Klinik oder einem Rehabilitationszentrum durchführen. 

Außerdem assistieren die Schülerinnen und Schüler während der Ausbildungszeit in Fort- und Weiterbildungs-Kursen des CJD Instituts Schlaffhorst-Andersen.

Schauen Sie doch mal: Auch unser Videotagebuch (Vlog23) befasst sich mit dem Praktikumssemester.

11. Abschlussprüfung


Sie findet am Ende des 6. Semesters statt und gliedert sich in

  • einen schriftlichen Teil (drei 3-stündige Klausuren),
  • zwei fachpraktische Teile (Lehr-/Behandlungsprobe und Sing-, Rezitations- und Klaviervortrag),
  • einen mündlichen Teil.

Mit dem Abschlusszeugnis wird die Erlaubnis erteilt, die Berufsbezeichnung "Staatlich geprüfte Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin" / "Staatlich geprüfter Atem-, Sprech- und Stimmlehrer" zu führen.

In unserem Videotagebuch (Vlog19) blicken einige (ehemalige) Schülerinnen des 6. Semesters auf ihre Ausbildung zurück.

Wenn Sie noch nicht wissen, welche Ausbildung (Logopäde/Logopädin oder Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/-lehrerin) die richtige für Sie ist, schauen Sie doch mal in unser Videotagebuch (Vlog15). Darin geht es (vor den Ausschnitten aus unserem Sommerkonzert 2018) genau um diese Frage (ab ca. Minute 1:35 bis ca. 6:05). Sehr informativ!

Im Videotagebuch (Vlog25) geht es um den Unterricht im Fach Sprachbehindertenpädagogik.

Im Videotagebuch (Vlog23) geht es vor allem um das Praktikum im 4. Ausbildungssemester.

Das Videotagebuch (Vlog22) gewährt Einblicke in unseren Anatomie-Unterricht. Schauen Sie mal ...

Unser Videotagebuch (Vlog9) vermittelt (ca. ab Minute 5:25) einen Einblick in den Phoniatrie-Unterricht an unserer Schule.

Im Gesangsunterricht geht es (auch) darum, die eigene Stimme zu finden. Schauen Sie doch hierzu mal in unser Videotagebuch (Vlog8).

Zur Ausbildung bei uns gehört auch Einzelunterricht im Instrumentalspiel (Klavier). Unser Videotagebuch (Vlog5) befasst sich ausführlich mit diesem Thema.

Traumberuf mit Zukunft

Traumberuf mit Zukunft

In unserem aktuellen Flyer finden Sie nicht nur Informationen über Termine usw. Darin schildern auch zwei junge Menschen, wie sie zur Ausbildung bei uns gefunden haben, was ihnen hier so gefallen hat und wie es danach weitergeht!